Faszination Fotografie

Steffen Hahn, gebürtiger Erzgebirger und zurzeit Berufspendler, auf dem Weg zu „60-Plus“.

Steffen Hahn

Wie kommt ein Endfünfziger auf die Idee, sein Hobby auf dieser Internetseite zu zeigen? Ganz einfach, die berufliche Laufbahn neigt sich unausweichlich einmal dem Ende entgegen, dann kommt der Ruhestand in Sicht. Was kann ich tun, um mich dann sinnvoll zu betätigen, außer in Haus und Garten?

Den ganzen Tag lang Kreuzworträtsel lösen (was ich leidenschaftlich gerne tue) oder vor dem Fernseher zu verbringen kann nicht die Erfüllung sein.

 

Eine der „Drei Gleichen“ bei Wandersleben

Auf meinen langen und einsamen Fahrten als Pendler jede Woche sonntags ca. 600 km zu meinem Arbeitsort und kommenden Freitag wieder nach Hause habe ich reichlich Zeit, über solche Dinge nachzudenken.

Durch meine derzeitige berufliche Tätigkeit in Planung und Steuerung eines international agierenden Maschinenbauunternehmens mangelt es mir nicht an geistiger Kreativität und Flexibilität.

Diese möchte ich mir auch im Ruhestand erhalten, durch eine kreative Tätigkeit, die ich noch längere Zeit ausführen kann. Darüber hinaus ist mir persönlich wichtig, anderen Menschen Freude und Ermutigung zu geben.

Vor ein paar Jahren, im gemeinsamen Urlaub mit meiner Frau in Südtirol ging ich mit einer Hobby-Fotoausrüstung bewusst auf Entdeckung nach besonderen Motiven. Es verstärkte sich das Gefühl, dass ich dadurch die Landschaft und Umgebung mit anderen Augen betrachtete, immer auf der Suche nach dem unvergesslichen Detail, das sich im Bild festzuhalten lohnte.

Wovon Busfahrer träumen

Mit der Kamera nebst Ausrüstung ging es über Berg und Tal. Perspektiven wurden ausprobiert, Szenen, Personen, besondere Situationen und Momente im Bild festgehalten. Die Leidenschaft zur Fotografie war bei mir geweckt.

Das Bild „Wovon Busfahrer träumen“ entstand während der Fahrt zum Gardasee und ist eines meiner ersten Collagen. Die unausgereifte Technik ist deutlich zu erkennen.

Mein digitales Equipment wuchs entsprechend der neu entdeckten Freizeitgestaltung in den letzten Jahren mit. Denn die digitale Fotokunst, wie ich dieses Hobby bezeichne, erfordert entsprechende Hard- und Software.

Der Durchbruch

Mein Interesse am Fotografieren und der Fotobearbeitung wuchs mehr und mehr. Meine Ansprüche an die Qualität der Ergebnisse stiegen. Damit verbunden war, dass ich nach technischen Neuheiten recherchierte und mich selbst weiterbildete, um mich zu entwickeln. Dabei helfen mir Fachliteratur, das Internet und vor allem – das Ausprobieren!

Besonders interessieren mich:

  • Makrofotografie
  • Stimmungsvolle Landschaften
  • Architektonische Motive

Die Ausrüstung veränderte ich nach und nach in semiprofessionelle Art. Sorgfältige Freistellung von Objekten und grafische Verfeinerungen mit einem Grafiktablet gehören nunmehr zum Standard.

Ich stelle für Bekannte Präsentationen oder Bilderserien zur Weiterverwendung zur Verfügung. Unsere Geburtstagsgrüße und Karten gestalte ich grundsätzlich nur noch individuell.

Die Vision

Spiel der Dimensionen, Wunder des Mikrokosmos, Welt der Abstraktion,    Berufspendler – ein Leben auf der Überholspur

So lauten die Arbeitstitel meiner derzeitigen Projekte. (siehe auch der Entwurf meines Plakats)

Damit verbinde ich die Entwicklung eines eigenen digitalen Kunststiles mit Motiven, die sich auf meine Heimat, das Erzgebirge auf sächsischer und nordböhmischer Seite, beziehen.

Ich habe durch meine Vorfahren in meiner Kindheit einen tiefen Bezug zum Erzgebirge erhalten. Sie gaben mir viele sagenumwobene Erzählungen und Geschichten weiter, die ich im Gedächtnis und im Bild festhalten möchte. Ich denke, so kann ich auf die besondere Schönheit dieser Region aufmerksam machen, für die man sich Zeit nehmen und genauer hinschauen muss, um sie wahrzunehmen.

An einigen Motiven aus diesen Projekten möchte ich Sie, geneigter Betrachter, hier teilhaben lassen:

 

Windkraftanlage auf dem Reischberg (Tschechien)

Spiel der Dimensionen

=  Gestaltung von Objekten, die die Perspektiven oben und unten, je nach Betrachtungsweise, verschwimmen lassen und somit eine nicht vorhersehbare Wirkung auf den Beobachter erzielen. In diesem Motiv entsteht ein Gefühl des Schwebens zwischen Himmel und Erde. Was empfinden Sie beim Betrachten?

Wunder des Mikrokosmos
Mich faszinieren die Abbilder von kleinen und unscheinbaren Dingen, die bei
näherem Hinschauen ungeahnte natürliche Wunder darstellen.
Der hier am Morgen eingefangene Tautropfen auf einem Frauenmantelblatt spiegelt einen natürlichen, perfekten Mikrokosmos wieder, der unabhängig von unserer modernen und hochtechnisierten Welt existiert.

Wie unscheinbar er uns auf einer Wiese erscheint, und doch bildet er eine Gesamtheit, die allein durch die Oberflächen-spannung des Wassers und die Struktur des Blattes geformt und gehalten wird – eine kleine unabhängige Welt, Schwebeteilchen von kurz erscheinender Lebensdauer und in Bewegung gehalten durch die Energie der Sonne. Im Kleinen spiegelt sie unsere Erde im Universum wieder, auch sie ist einzigartig und von sehr begrenzter Lebensdauer im Vergleich zur Ewigkeit.

Wurzelholz, 4-fach gespiegelt

Welt der Abstraktion
Durch die Aufnahme von profanen unauffälligen Gegenständen und deren symmetrische Anordnung und Spiegelung wird ein in sich homogenes Bild erzeugt.

Der Betrachter wird zum Nachdenken angeregt und es entsteht in der Fantasie eine Vielzahl von Gebilden entsprechend seiner momentanen Stimmung.

Je nach Platzierung eines solchen Bildes entsteht ein attraktiver Blickfang im Wohnumfeld.

Diese Art der Darstellung eröffnet grenzenlose Möglichkeiten.

 

Berufspendler – ein Leben auf der Überholspur.

Wöchentliches Pendeln ist eine Gratwanderung in unserer grenzenlos dynamischen Arbeitswelt, getragen von den Wünschen nach beruflicher Verwirklichung und der Sicherung der Existenz.

Ganzheitlich gesund bleibt man bei dieser Lebensweise durch eine solide familiäre Basis und Selbstdisziplin.

Durch die Fotografie kann ich lebensnahe Eindrücke, gewonnen auf meinen unzähligen Touren zwischen Heimat und Arbeitsort, vermitteln.

Ein kilometerlanges graues Betonband trennt hunderttausende Menschen von Familie und Heim. Der Wille zur Erhaltung einer guten Lebensbasis beflügelt sie wöchentlich, die Strapazen der stundenlangen Fahrten auf sich zu nehmen. Jeder hat das Gefühl im Nacken, er könnte einmal nicht mehr gesund zu Hause ankommen.

Dieses und andere Bilder widme ich jenen Frauen und Männern, die dieses Risiko auf sich nehmen. Sie sollen durch die Gewissheit ermutigt werden, dass sie nicht allein sind.

Mir ist bewusst, dass jedes erfolgreiche Projekt eine entsprechende Vorlaufzeit braucht, um zu einem qualitativ überzeugenden Ergebnis zu kommen.

Ich befinde mich auf einem Weg und hoffe, dass

FIT IM ALTER MIT 60+ 

nicht nur ein schöner Traum bleibt, sondern dass er sich verwirklicht.

Steffen Hahn

Meinungen, Tipps und Mitstreiter sind sehr willkommen.