Camping – Harmonie der Freiheit!

Senioren überwintern mehr und mehr auf Campingplätzen.

Hand auf’s Herz! Wussten Sie, dass Camping unter anderem dafür sorgt, die körpereigene Oxytocin-Produktion zu erhöhen?

Oxytocin gilt z. B. als Wundermittel für die Liebe, das Kuscheln, die Zärtlichkeit, und seit der Forschung der Universität Zürich auch als Streit-schlichterhormon. Psychologen der Universität Zürich um Beate Ditzen wissen schon längst, das Oxytocin zu den meist gefeierten Hormonen gehört (Quelle: PSYCHOLOGIE HEUTE, Heft 7, Juli 2009).

Empirische Forschungen belegen, dass in einem Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil vergleichsweise mehr gekuschelt, geschmust oder umarmt wird, als in Hotels oder oft auch in den eigenen vier Wänden.

Das Wunderbare: Je mehr wir kuscheln, desto mehr Oxytocin wird produziert, und verstärkt den Willen im mehr Zärtlichkeiten auszutau-schen. Das sorgt für mehr Harmonie, Wahrnehmung, Anerkennung, Zuwendung und Kommunikation. Warum also ein teures Hotel buchen?

Ein Campingplatz macht Ferien für Großeltern, Eltern und Kinder zum Erlebnis.
Zudem ist Camping auch heute noch günstiger als so manches Hotel.
Camping ist beliebt, denn es ist ein ganz anderes Leben als im Alltag. Weg von der Zivilisation lassen sich stets neue Erfahrungen machen. Stress und Zeitdruck sind beim Camping selten.

Camping ist die Synergie von Harmonie + Freiheit!
Wie definieren wir die Begriffe Harmonie und Freiheit?

Harmonie ist Übereinstimmung, Einklang und Eintracht. In der zwischen-menschlichen Kommunikation ist Harmonie somit ein Gleichklang der Gedanken und Gefühle. Freiheit bedeutet Unabhängigkeit, und ist das Gegenteil von Zwang.

Freiheit bedeutet auch die Selbstentscheidung des eigenen Ich. Somit also auch eine eigene Willensfreiheit.

Camping hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts etabliert, als nach dem Ersten Weltkrieg der Aufschwung mit den ‚Goldenen Zwanzigern’ Einzug in Deutschland hielt.

Erstmals konnten sich Normalverbraucher Urlaub leisten. Vorher hatten Arbeitnehmer keinen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Es lag nahe, in der freien Natur kostengünstig zu regenerieren. Man campte relativ einfach. Es entstand die so genannte „Wochenendbewegung“.

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Entwicklung unterbrochen, erst nach Kriegsende und mit dem einsetzenden Wirtschaftswunder konnte sich die breite Masse wieder Urlaub leisten.

Erstmals wurden Pkws umgebaut und mit Camping-Utensilien ausgestattet. Der im Jahr 1931 erfundene Wohnwagen trat seinen Siegeszug an. Es entstanden Begriffe wie „Stoffvilla“ oder „Haus am Haken“. Erinnern Sie sich noch an den ersten Campingbus (VW)?

Das mobile Campen (Wechsel der Übernachtungsörtlichkeit) begann seinen Siegeszug. Ein Markt, der stetes Wachstum verzeichnet.

Camping ist heute weder eine Frage des Alters, der politischen Einstellung, noch der sozialen Komponente.

Camping ist eine Philosophie, eine Frage der Lebenseinstellung.

Jedem von uns bietet Camping die Möglichkeit, individuelle und ganz persönliche Ferien zu gestalten. Ob Individualist, ob Familienmensch oder aktiver Freizeitsportler: Camping hält für jeden das richtige Umfeld bereit.

Camping bedeutet frei sein, sich unbeschwert fühlen, weg von häuslichen Zwängen, frische Luft, Geselligkeit genießen, und ist ein Zusammensein mit Gleichgesinnten, die fast eine Großfamilie darstellen, ungeeignet für Angeber oder Protzereien.

Der Austausch von Erfahrungen und eine aktive Kommunikation genießt unter Campern hohe Priorität. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre ohne die Individualität zu verdrängen.

Camping ist das Ausleben einer psychologischen
Sehnsucht des ‚inneren Nomaden’ in uns.

Psychologisch ist dabei der „Höhlen-Charakter“ geblieben.
Das wissen alle Camper, die gelernt haben, sich auf kleinstem Platz zu verstehen. Besonders dann, wenn es einmal mehrere Tage regnet.

Dann zeigt sich schnell, ob die Harmonie der Freiheit gelebt wird, oder lange verborgene Konflikte auf den Tisch kommen.
Die „Höhle“, wenige Quadratmeter groß, bietet eine Intimität, die das emotionale Wachsen von positiven oder negativen Gefühlen fördert.
Camping ist eine große Chance wieder einmal intensiv miteinander zu kommunizieren, Kreativität zu entdecken und neue Ziele zu navigieren.

Camping ist ein „Marktplatz“
für Respekt, Wertschätzung, Akzeptanz und Toleranz!

Besonders Respekt und Wertschätzung beruhen gerade auf einem Campingplatz auf der Erkenntnis, dass keiner für sich oder nur innerhalb seiner Familie leben kann.

Ein Campingplatz lebt von Menschen, die anders aussehen, anders denken, anders fühlen, und unterschiedliche, prinzipiell jedoch völlig gleichwertige Freuden erleben oder Ziele verfolgen. Dieses sollte vordergründig besonders dem Platzwart („Bürgermeister“ eines Campingplatzes) bewusst sein.

Camping ist ein psychologischer „Abenteuer-Spielplatz“ für Erwachsene.

Ob ‚Winnetou’ oder ‚Weltenbummler’: Viele Menschen sehen Camping als Ausgleich zum anstrengenden Beruf, als Tapetenwechsel oder als inneren Wechsel vom Alltag.
Camping bietet Aktion und Abwechslung. Das beginnt schon mit dem Aufbau eines Vorzelts, oder mit dem Tausch von sonst festgelegten Partnerrollen.

Ob Power-Frau oder Power-Mann. Im Camping können beide ‚die Seele baumeln’ lassen. Außerdem können Sie in eine besondere Erlebniswelt eintauchen, und sich dabei auch so manchen Kindheitstraum zurückholen oder gar erfüllen.

Melvin S. Guthrie
veröffentlichte1975 in WHY/Arizona folgende Zeilen, und hat die Philosophie des Campens ‚auf den Punkt’ gebracht:

„Ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens in einem Camper zugebracht, hier mit meinen Bräuten gelebt, Feste mit Freunden gefeiert, mein angetrautes Eheweib über die „Schwelle“ getragen, Kinder gezeugt und erzogen, gearbeitet und ausgeruht, mein Land und Menschen aller Rassen, kennen gelernt.

Ich bin in diesen vier mobilen Wänden der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begegnet, habe meine Bücher und Berichte geschrieben.

Meine erwachsenen Kinder sind keine Analphabeten, sonder Arzt, Ingenieur und Apothekerin.

Nur eines habe ich nie kennen gelernt: Urlaub. Oder hatte ich den ununterbrochen?“

Allen Campingfreunden wünsche ich stets Freude und Harmonie in Freiheit!

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